Institut für Physiologie

Der wissenschaftliche Schwerpunkt des Instituts für Physiologie, CCM (geschäftsführender Direktor: Professor Dr. Axel Radlach Pries) liegt in der Kreislaufforschung. Untersuchungen zu molekularen und vaskulären Vorgängen und zur Organperfusion werden komplettiert durch Forschungen zur Humanphysiologie unter Einschluß klinischer Studien.

Die Arbeitsgruppen des Instituts kooperieren intensiv mit klinischen, naturwissenschaftlichen und industriellen Partnern. Deutliche Zeichen hierfür sind die Gründung des "Zentrums für Weltraummedizin Berlin" in Zusammenarbeit mit Sponsoren aus der Weltraumindustrie und Bundesbehörden sowie des "Forschungsverbunds Organperfusion" mit dem
undefined"Deutschen Herzzentrum Berlin". Die insgesamt drei extern finanzierten Stiftungsprofessoren dieser Forschungsschwerpunkte sind von großer Bedeutung für das Leistungsspektrum des Instituts in Forschung und Lehre.

Das undefined"Zentrum für Weltraummedizin Berlin" untersucht Auswirkungen der Schwerkraft bzw. der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Organismus unter medizinisch-physiologischen und psychologischen Aspekten. Beispielsweise werden aufgrund fehlender Gravitation im All Knochen und Muskeln entlastet - die Folge ist ein rascher Abbau von Muskel- und Knochensubstanz. Um Menschen einen längeren Weltraumaufenthalt zu ermöglichen, ist es wichtig zu wissen, in welchem Ausmaß und in welcher Geschwindigkeit die Umbauprozesse stattfinden. Zur Klärung der beteiligten zellulären und molekularen Umbaumechanismen werden neueste Methoden eingesetzt.

Im Bereich der Kreislaufforschung untersuchen mehrere Arbeitsgruppen und Gastwissenschaftler am Institut Probleme von großer wissenschaftlicher und medizinischer Bedeutung: Vaskuläre und zelluläre Mechanismen der Durchblutungsregelung, besonders in der Mikrozirkulation, Lungenhochdruck, Gefäßneubildung und Rückbildung (Angiogenese/Angioadaptation), Organperfusion und Durchblutungsmangel (Ischämie/Reperfusion), Funktion der weißen Blutzellen und die Entzündung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die molekulare Arterioskleroseforschung. Hier werden die initialen molekularen Veränderungen analysiert, die zur Entstehung von arteriosklerotischen Schäden der Gefäßwände führen.

Neben der Forschung ist die Lehre eine Hauptaufgabe des Instituts: Die Studenten der Charité absolvieren hier in den ersten vier Semestern ihr Grundlagenstudium.

Forschungsverbund Organperfusion

Leitung:         Prof. Dr. A. R. Pries, Prof. Dr. W. Kübler, Prof. Dr. H. Habazettl

Kooperation: Prof. Dr. H. Kuppe - DHZB

Der Forschungsverbund Organperfusion befasst sich mit der experimentellen Erforschung klinischer Probleme der vaskulären Regulation und Organperfusion sowie der Entwicklung entsprechender therapeutischer Konzepte. Die behandelten Forschungsthemen umfassen Mikrozirkulation und klinische Mikrozirkulation, Endothelfunktion, Angiogenese und Angioadaptation, Rheologie, Lungenendstrombahn und Tumor Mikrozirkulation.

Aktuell: Interview Circulation (November 16, 2010)

 

Zentrum für Weltraummedizin

Leitung: Prof. Dr. Dipl-geol. Hanns-Christian Gunga

Das undefinedZentrum für Weltraummedizin untersucht Auswirkungen der Schwerkraft bzw. der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Organismus unter medizinisch-physiologischen und psychologischen Aspekten. 

Ausführlichere Informationen finden Sie hier

Neben der Forschung ist die Lehre eine Hauptaufgabe des Instituts: Die Studierenden der Charité absolvieren hier in den ersten vier Semestern ihr Grundlagenstudium.

Bild: Novespace